Das Schülertheater

Das Shakespeare live!-Theater 2009

Schülerinnen und Schüler einer Klasse „gründen” ein Theater. D.h., sie müssen alle Arbeitbereich eines Theaters ausfüllen. Dabei können sie wählen, ob sie:

  • Regieassistenz,
  • Schauspiel,
  • Bühnenbild,
  • Requisite / Maske oder
  • die Werbung

übernehmen wollen.

Hierin bekommen sie professionelle Unterstützung durch die Lehramtstudenten der Universität Wuppertal, die im Vorfeld einen Workshop durchlaufen:

  • Schauspiel (Germanistik/Anglistik)
  • Regieassistenz (Germanistik/Anglistik)
  • Requisite (Kunst)
  • Bühnenbild (Kunst)
  • Werbung (Gestaltungstechnik/Industriedesign)
  • Dokumentation (Film - Design)

So entsteht in jeder Klasse ein professionelles Theater. Um die Realisierung der Inszenierung sicher zu stellen wird das Stück innerhalb des Projekts in Zehn Teile aufgeteilt. Dadurch können sich die Schülerinnen und Schüler auf ihren Teil des Stückes konzentrieren und trotzdem ein komplettes Stück auf die Bühne bringen.

Um eine möglichst hohe Bandbreite an Interpretationen bei Shakespearefestival anbieten zu können, wählen die Klassen und Regisseure aus den verschiedensten Sparten ein Thema für ihr Shakespeareinterpretation aus:

  • modern
  • klassisch
  • Tanztheater
  • in englischer Sprache
  • in verschiedenen Sprachen
  • Lautetheater
  • Hörspieltheater
  • Multimediatheater etc.

So entsteht eine völlig neue Shakespeareinterpretation, an der sieben Gruppen aus vier verschiedenen Schulen gestalterisch und kreativ mitwirken.

Die Pädagogischen Ziele

Integration von Jung und Alt steht im Mittelpunkt des Projektes. Während der Proben zu Romeo und Julia arbeiten drei Generationen miteinander und verbinden ihre verschiedenen Sichtweisen zum Theaterstück.
Gesundheit für Jugendliche durch aktive Freizeitgestaltung. Auf spielerische Weise werden Jugendliche vom passiven Konsumenten zum aktiven Produzenten. Dies macht stark und fördert positives Denken.
Anti–Mobbing - Kampagne im Theater. In neuen Kleingruppen (Schauspiel, Bühnenbild, etc.) die das alte Klassengefüge aufbrechen, bekommen alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich neu zu positionieren. Durch die schrittweise Zusammenführung der Gruppen entsteht ein nachhaltiges Zusammengehörigkeitsgefühl im Klassenverbund.
Anti – Rassismus ist, wenn Romeo aus Griechenland, Julia aus der Türke und Mercutio aus Pakistan kommen. Internationalität in den Klassen ist Alltag. Das gemeinsame gestalten eines Theaterstückes des Engländers Shakespeares fördert den Toleranzgedanken.
Förderung der Teamarbeit lässt sich kaum besser darstellen, als wenn alle Schülerinnen und Schüler aus dem Klassenverbund an einer großen Sache arbeiten und das Eine nicht ohne das Andere funktionieren kann.

Die Aufgabenbereiche der Arbeitsgruppen

Die Theaterregie:

Die Regie ist der schwierigste Part einer Theateraufführung. Denn sie schafft mit ihren Ideen die Grundlage für die Inszenierung von „Ein Sommernachtstraum“. Sie stimmt sich permanent mit den Bühnenbildnern und den Requisiteuren ab und behält bis zum Schluss die Gesamtgestaltung im Auge.
Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht ins kalte Wasser springen müssen, werden ihnen während eines Workshops im Januar 2009 die Grundlangen der Theaterregie, sowie die Grundbegriffe des Theatertrainings vermittelt.
Ein erfahrener Regisseur begleitet außerdem das Projekt und gibt in schwierigen Situationen Hilfestellungen.

Die Requisite:

Die Requisite arbeitet sehr eng mit der Regie und dem Bühnenbild zusammen.
Denn das Eine kann sich nur durch das Anderen bedingen.
Je nach Konzept habt die Bühnenbildner jedoch die freie Wahl in der Ausgestaltung der Kostümierung des Stückes. Hilfreich zur Seite steht euch dabei ein Requisiteur aus dem Schauspielhaus, der in einem Workshop die Grundlagen der Requisite näher bringen.
Es können natürlich auch eigene Requisiten und Kostüme entworfen werden.

Das Bühnenbild:

Kein Theater ohne Bühnenbild. Es bildet sozusagen die Verpackung und unterstützt gleichermaßen die Stimmung des Stückes.
Die Aufgabe der Bühnenbildner ist es, die mit der Regie erarbeitete Grundstimmung einzufangen und mit Hilfe verschiedener Bühnenbilder Ausdruck zu verleihen.
Dafür erhaltet alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer während eines Workshops durch einen erfahrenen Bühnenbildner des Schauspielhauses Wuppertal eine Einführung in das Berufsfeld.
Anschließend planen sie zusammen mit den Schülern einen Entwurf, kalkulieren die Kosten und stimmen den Entwurf mit dem Regieteam ab.

Die Werbung:

Kein Theater hat Erfolg, wenn die Zuschauer fehlen. Daher ist die Werbung das „A“ und „O“ einer guten Inszenierung.
Für die Anfertigung von Plakaten und Flyern stehen dieser Gruppe zuverlässige Partner wie Druckereien oder Werbeagenturen zur Seite. Neben der herkömmlichen Werbung können die Teilnehmer auch ausgefallene und spektakuläre Promotionaktionen planen und durchführen.
Die verschiedenen Theaterstücke werden während des großen Shakespeare live! -Festivals im Juni 2009 in Wuppertal aufgeführt.

Projektbeschreibung und Arbeitsmaterialien

Um weitere Informationen über das Projekt zu erhalten, bitten wir Sie uns zu kontaktieren.
Pressetext

Alle relevanten Arbeitsmaterialien:
Theatertraining   |  Romeo und Julia (Text)   |  Auftrittshalle