Der Hamlet Cube
Das Projekt startet im Sommer 2010 mit einem deutsch/polnisch/englischen Theaterworkshop. Initiiert vom Theatermuseum Düsseldorf und Shakespeare live! treffen sich 21 Jugendliche in Polen, um mit altersgleichen Theaterinteressierten in einem mehrwöchigen Camp Hamlet neu zu erleben und zu interpretieren. Sie werden von TheaterpädagogInnen betreut. Die Hochschule Niederrhein wird diesen Workshop wissenschaftlich begleiten und multimedial dokumentieren.
Im Wintersemester 2010 beginnt an 10 europäischen Universitäten der zweite Projektteil.
Hier gilt es für die Studierenden, Hamlet künstlerisch zu bearbeitet: sei es als Gemälde, Skulptur oder in den Musikhochschulen als musikalische Interpretation etc. So entsteht eine Vielfalt von Arbeitsergebnissen aus den unterschiedlichsten Kunstsparten und Stilrichtungen.
Danach werden alle dezentral entstandenen Ergebnisse aus Theater, Musik und Kunst multimedial in Szene setzt und in Form einer Multimediashow als Gesamtkomposition zusammenführt.
Im Hamlet - Cube wird diese Multimedia Show mit Hilfe von acht Beamern, die sich in der Mitte des Cube befinden, auf Rückprojektionsleinw&auuml;nde abgebildet. Vor diesen Leinw&auuml;nden befindet sich jeweils eine Hör-Bar, an der die Besucher die dazugehörigen akustischen Informationen über Kopfhörer erleben können. So erf&auuml;hrt der Betrachter die perfekte Symbiose aus bildender Kunst und Musik und erlebt gleichzeitig, w&auuml;hrend seines Rundgangs durch den Cube, ein Theaterstück teil.
Der Cube wechselt von Außen die Farben und symbolisiert so die Lebendigkeit von Hamlet in der heutigen Zeit.
Partizipatorische Begleitangebote zur Aktivierung der Besucher werden von Shakespeare live! entwickelt.
Die Materialien für den ersten Cube sollen im Jahr 2010 in Deutschland, England und Polen entstehen.
Ab Mai 2011 wird der Hamlet Cube dann in den beteiligten St&auuml;dten ausgestellt. Da der Cube wetterfest ist, bietet es sich an, ihn vor den verschiedenen Theatern, Rath&auuml;usern und Museen als “Tempor&auuml;re architektonische Intervention“ zu installieren. Hier verweilt der Cube einen Monat, bevor er in die n&auuml;chste Stadt reist.
Durch diesen spektakul&auuml;ren und völlig andersartigen Weg der Theaterinszenierung erstellt die Hochschule Niederrhein eine Hamletdarstellung, die nicht nur eine Symbiose von Theater, Kunst und Musik, sondern darüber hinaus ein europ&auuml;isches Konstrukt darstellt.
Gleichzeitig wird ein neues, modernes, subjektiv gepr&auuml;gtes und höchst eigenwilliges Licht auf Hamlet und seine sehr unterschiedliche Rezeptionsgeschichte in Europa geworfen, geschaffen von hunderten, europ&auuml;ischen Studierenden.
