Die Grundidee

Professionelle KünstlerInnen, SchülerInnen, Auszubildende, SeniorInnen, Studierende aus allen gesellschaftlichen Schichten und unterschiedlichsten Nationen erarbeiten drei verschiedene Sichtweisen auf ein Shakespeare Drama.
Dabei werden alle Arten der Kultursparten wie Theater, Bildende Kunst, Fotografie, Lichtdesign, Videokunst, Musik und Tanz angesprochen.
Das Projekt
Alle oben genannten Beteiligten aus einer Region begehen gemeinsamen ein interdisziplinäres, intergeneratives, integratives und interkulturelles Festival auf ganz individuelle und einzigartige Art und Weise.
Grundlage für alle Beteiligten ist ein Theaterstück von William Shakespeare.
Dabei werden die Art der Darbietung in drei Sparten geteilt:
- Musik
- Theater / Tanz
- Bildende Kunst
Wie bei jeder Shakespeare live! Produktion wird das Stück im Vorfeld in viele verschiedene Puzzleteile geteilt, so dass jede beteiligte Gruppe und jeder Einzelkünstler nur einen Bruchteil des gesamten Theaterstückes bearbeiten muss. Hierdurch entstehen unterschiedlichste, interessante und meist innovative Sichtweisen, Interpretationen und Herangehensweisen für ein Theaterstück.
Im Vorfeld werden Musiker, bildende Künstler, Fotografen und Designer von den Initiatoren in den Medien aufgerufen, sich mit ihren Ideen am Festival zu beteiligen.
Anfang April treffen sich die beteiligten Akteure während eines Symposiums, um die Bearbeitung der gemeinsamen Theatervorlage zu besprechen.
Während des Treffens wird den Kunstschaffenden das Theaterstück und seine zu erarbeitenden Puzzelteile vorgestellt. Jede Gruppe sucht sich ihre Szene aus, die sie bearbeiten möchte.
Beispiel Musik

Hier treffen alle Stilrichtungen aufeinander. Pop, Punk, Chormusik, Akkordeonorchester oder Streichquartett. Wer immer sich an der Umsetzung des Stückes beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, seine Interpretation beizutragen.
Wie bei vergangenen Projekten ist Shakespeare live! auch dieses Mal wieder bestrebt Gruppen und Einzelkünstler mit Migrationshintergrund in die Theaterarbeit mit einzubeziehen, um so eine möglichst große Bandbreite und eine internationale Betrachtung des Stückes zu erreichen.
Beispiel bildende Kunst

Ob Studierende der Universität, Schulklassen, Semi- oder Profikünstler/in. Die Vielfalt der Beteiligten bringt die gewünschte Bandbreite der Kunstformen:
Malerei, Collagen, Skulpturen oder Videokunst. Jede der gewählten Kunstform wirft ein anderes, einmaliges Licht auf das shakespeare'sche Theaterstück und eröffnet so neue Horizonte des Betrachters.
Nach dem vorbereitenden Symposium trennen sich die Gruppen wieder. Jede Gruppe beginnt in einem viermonatigen Prozess ihren Teil des Puzzles künstlerisch umzusetzen.
Regelmäßig finden Treffen der Beteiligten statt, um den Stand ihrer Arbeit zu vermitteln, sich auszutauschen und gemeinsame Anschlüsse ihrer einzelnen Parts zu finden.
Beispiel Theater / Tanz

Hier unterscheidet sich die Herangehensweise nur insofern, als dass die Theateraufführungen in einem eigens eingerichteten Theatercamp erarbeitet werden.
Zwei Wochen vor dem Festival findet ein - für alle zugängliches - Theatercamp statt. Hier werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die Theaterarbeit eingewiesen. Während eines Intensivworkshops arbeiten alle Beteiligten am Theaterstück, dass während des Festivals aufgeführt wird.
Acht Stunden täglich werden die Puzzleteile inszeniert, Bühnenbilder erstellt sowie
Kostüme und Requisiten geschneidert.
Permanente Unterstützung finden die Akteure durch Studierende der Bergischen
Universität sowie durch die Initiatoren Rainer Haußmann und Mathias Pfeiffer.
Viertelbelebung mal anders
Im Herzen des Arrenbergs liegen die Arrenberg`schen Höfe. Hier finden das Hauptfestival und die meisten Aktivitäten statt.
Um die Anwohner des Arrenbergs vor Lärm zu schützen und den Bands und Orchestern einen (Regen) sicheren Platz zu bieten, finden die Musikveranstaltungen der Shakespeare live! Halle statt.
Die Kunstausstellung mit all ihren Bildern, Collagen, Skulpturen und Installationen sind im sehr schönen Park des alten Krankenhauses untergebracht. Hier können die Besucher in einem Rundgang Shakespeare auf sehr außergewöhnliche Art kennen lernen.
Die Theateraufführungen sind auf fünf Freilichtbühnen im gesamten Areal verteilt. Hier finden jeweils zwei Szenen abwechselnd auf einer Bühne statt.
Die Zuschauer hat nun die Möglichkeit Shakespeare auf die unterschiedlichste Weise kennen zu lernen und durch die verschiedensten Blickwinkel zu betrachten. Dabei ist es ihm anheim gestellt, ob er sich das Theaterstück rein musikalisch anschaut und jede Szene nacheinander erlebt oder ob er die Darbietungen mixt und sich die erste Szene musikalisch, die zweite als Kunstwerk und die dritte als Theaterstück anschaut.
Altertümlicher Markt mit Kinderaktivitäten
Innerhalb und außerhalb der Arrenberg`schen Höfe siedelt sich ein altertümlicher Markt mit vielen Kinderaktivitäten an. Verkauf von Speisen und Getränken sind hier eben so erwünscht wie Kinderaktivitäten, die Herstellung von Holzspielzeug, Ritterspiele und andere Kinderspiele aus dieser Zeit.
Bis tief in die Nacht
Um den Arrenberg als attraktiven Stadtteil zu präsentieren gibt Shakespeare live! allen Veranstaltern und Restaurantbesitzern die Möglichkeit, sich auf ihre Weise am Festival zu beteiligen.
Beispielsweise kann auf der Straße Tango getanzt und so eine neue Form der Shakespeareinterpretation gezeigt werden. Oder ansässige Restaurants bieten ihren Gästen kulinarische Leckerbissen aus der Zeit von Shakespeare.